ELECTRIC BOYS The Ghost Ward Diaries

Mighty Music / Soulfood

Am Ende nach einem K. O. durch Tyson? Nix da, die Boys werden noch einmal durchstarten!

 

 

Lange Zeit schien diese Truppe endgültig Geschichte. Nicht zuletzt, weil man meinte, Conny Bloom und Andy Christell hätten bei HANOI ROCKS ihr neues Glück gefunden. Doch 2009 wurden die ELECTRIC BOYS schließlich doch wieder an den Start gebracht, sehr zur Freude ihre Fans.

Was zunächst noch eher nach dem kurzzeitigen Versuch eines Neustarts zur Standortbestimmung wirkte, ist längst wieder zu einem mit Ambition und Ausdauer betriebenen Unternehmen geworden, gilt es doch mit "The Ghost Ward Diaries" das inzwischen dritte Album der zweiten Existenzphase zu beklatschen.

Auf diesem imponiert zunächst die offenbar auf elegante Weise nachgereifte Stimme von Mr. Bloom. Dadurch klingt die Chose in Summe etwas derber und deftiger als das Material der Frühzeit. Unverändert geblieben ist dagegen das breitgefächerte Klangspektrum, mit dem man quasi nahtlos an das 1992er Epos "Groovus Maximus" anschließt.

Neben Classic Rock im eigentlichen Sinne (nachzuhören im höchstwahrscheinlich autobiographischen "Hangover in Hannover" sowie dem - hoffentlich nicht ebenso selbst erfahrenen - "Knocked Out By Tyson") kredenzt man uns – in altbewährter Manier – immer wieder auch so manch' gediegene Dosis mitreißenden Funk.

Damit überzeugt die Truppe ebenso wie mit ihrem balladesken Material, das sich durch den hohen Gehalt an Emotionen auszeichnet und durchaus das Zeug hat erneut für Radio-Airplay herangezogen zu werden. Durchaus möglich, dass die ELECTRIC BOYS nochmal so richtig durchstarten!

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