Ein Studioalbum mit frischem STATUS QUO-Material dürfte zwar nicht mehr zu erwarten sein, doch Francis Rossi gibt sich mit dem bloßen Kuratieren etwaiger Archiv-Aufnahmen seiner Stammband mit Sicherheit auch in geraumer Zeit noch nicht zufrieden. So gesehen ist es wohl nur logisch und nachvollziehbar, dass der rüstige Mitt-70er einmal mehr mit einem Solo-Album aufwartet. Nicht zum ersten Mal, wie wir wissen, allerdings merkt man seinem aktuellen Alleingang deutlich öfter den Boogie von QUO als essentiellen Bestandteil an, als das früher der Fall gewesen ist. Songs wie "Go Man Go", oder das bluesige "Back On Our Home Ground" hätten nämlich mit Sicherheit auch auf einer der letzten QUO-Studiodreher einen Platz finden können. Und das nicht bloß, weil Francis unter anderem John Edwards und Leon Cave, also die immer noch aktuelle Rhythmus-Fraktion seiner Stammband, zum Mitmachen animieren hat können.
Klarerweise tönt das Songmaterial aber nicht permanent nach STATUS QUO, der gute Mann hat auf »The Accidential« unter anderem auch Pop/Rock im Stil von QUEEN der 80er sowie Tracks, die mehr als nur dezente BEATLES-Reminiszenzen (allen voran "Push Comes To Shove") aufweisen im Talon. Aber auch diverse radiotaugliche, teils balladeske Nummern bekommt man zu hören.
Bedarf nach Rente haben viele, nicht aber Francis Rossi. Der gute Mann hat schließlich immer noch jede Menge Songideen und mit seinen Texten immer noch einiges zu sagen. Und das verdient mehr als nur Respekt!
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