JOE JACKSON Hope And Fury

Elegant geschrieben und exquisit interpretiert

earMusic / EDEL

Joe Jackson hat rund ein halbes Jahrhundert damit verbracht, sich tunlichst auf kein Genre festlegen zu lassen. Von Highlights wie dem New Wave-meets-Bar Band Debüt „Look Sharp“ (1979) und der Cole Porter-Hommage „Night And Day“ (1982) bis zum definitiven Lowlight „Heaven And Hell“ (1997) hat der britische Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist die musikalischen Metiers gewechselt wie andere die Hemden, nicht unähnlich seinem Zeitgenossen Elvis Costello, mit dem er immer wieder gerne verglichen wurde und wird.

Seine letzte Veröffentlichung, das 2023 erschienene „Mr. Joe Jackson Presents: Max Champion in ‘What A Racket!‘“, war ein Kompendium selbst komponierter Songs inspiriert vom Abgesang der großen britischen Music Hall-Tradition, mit tosenden Bläsersätzen, Musikern die auf Töpfen und Pfannen schlugen und beliebig eingestreuten Zweideutigkeiten in den Lyrics.

Auf seinem 22. Album „Hope And Fury“ tischt Joe Jackson unterschiedliche Genres auf, als ob er austesten wollte, was da wirklich hängen bleibt. Und, um der Wahrheit Ehre zu geben, nicht alles erfüllt diesen Anspruch aber dieses Werk unterstreicht seine Rückkehr zu der elegant geschriebenen und exquisit interpretierten Musik, mit der er sich ursprünglich seine Reputation geschaffen hatte. Ohne musikalische Maskierungen, die die Grenzen zwischen Ernsthaftigkeit und Ironie verschwimmen lassen, sind Songs wie „I’m Not Sorry“ und „Fabulous People“ so unkompliziert wie schon lange nicht mehr.

"File under bicoastal latinjazz/funkrock stylistically, it's a partial return to the jazzy pop sophistication of early works as „Night And Day“ and „Body And Soul“ lautet des Mannes persönliche Einschätzung. Dem möchte man sich vorbehaltlos anschließen.

joejackson.com