Der philosophisch anmutende Titel scheint für die Niederländer:Innen Programm geworden zu sein. Schließlich galt es für das sechste Langeisen, sich nicht an der eigenen Vergangenheit zu orientieren, sondern den umgekehrten Weg zu gehen, um den nächsten Schritt nach vorne tätigen zu können. Logisch, schließlich weiß tatsächlich niemand, was morgen auf uns zukommt…..
Doch völlig unabhängig davon ist der Formation auch eine gewisse Kontinuität anzumerken. Während es auf frühen Veröffentlichungen noch reichlich Prog Metal-Fragmente im Klangbild zu finden gab, hat sich die Band rund um Edelstimme Maartje Meessen innerhalb der letzten Scheiben immer weiter davon entfernt und die härteren Passagen durch elegante, teils melancholische Prog-Rock-Versatzstücke substituiert. Dadurch klingt nicht nur das aktuelle Songmaterial tiefschürfender denn je, auch lyrisch weiß man nahezu permanent zu berühren. Maartje, die in manchen Momenten an die Anneke Van Giersbergen denken lässt, scheint sich nämlich perfekt in unterschiedlichste Personen hinein versetzen zu können, denen jedes nur undenkliche Unheil zugestoßen ist. Kein Album zum Abrocken, oder für die nächste Party. Definitiv aber eines zum Genießen, idealerweise mit Kopfhörer. Hier wird Gänsehaut-Art-Rock der feinen Machart geboten!

