NIGHT LASER Rats In The Cradle

Steamhammer / OPEN

Weit mehr als nur Klamauk-Rocker

 

Da man die ursprünglich aus Braunschweig stammenden, mittlerweile in Hamburg ansässigen NIGHT LASER in ihrer Frühzeit häufig mit STEEL PANTHER verglichen hat, besteht durchaus Gefahr die Formation musikalisch leichtfertig in der Klamauk-Ecke zu verorten. Das allerdings wird der Band jedoch nicht gerecht, wie sie auf ihrem neuen Album „Rats In The Cradle“ unter Beweis stellt. Obendrein muss man wohl auch kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass der Erfolgslauf der Truppe damit prolongiert werden wird.

Schon der Start in die Bandkarriere 2013 war gelungen, als man nach dem Ende von NIGHTLIFE einen Neustart wagte, und es danach auf der Erfolgsleiter stetig steil nach oben ging. Dazu waren nicht nur ambitionierte Musiker, ein funktionierendes Kollektiv sowie das gewisse Quäntchen Glück notwendig, sondern auch musikalische Kompetenz. Und diese ist zweifelsfrei vorhanden, ansonsten wäre eine dermaßen breitgefächerte stilistische Vielfalt wie auf dem mittlerweile fünften Album der Jungs wohl gar nicht möglich.

Das auf klassischem Hardrock, Sleaze und Glam Rock fußende Fundament wurde um feine Blues- (‘Blueberry Gin’) und fetzige Funk-Nuancen (EXTREME lassen mehrfach grüßen!) erweitert und zwingt mitunter förmlich zum Mitmachen. Aber auch was Hooks und Refrains betrifft, weiß man, was zu tun ist. Und mit der von Frontmann Benno Hankers gemeinsam mit Johnny Gioeli intonierten Ballade ‘Heart Of A Desert Rose’ hat man obendrein sogar noch einen potenziellen Hit am Start. Respekt!

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