PRAYING MANTIS The Official Bootleg Boxset Vol. 1 – Live In Japan (4 CD Boxset)

Hear No Evil Recordings

Unveröffentlichte Konzertmitschnitte aus der Band-Hochburg Japan

 

Die Fanbase dieser Formation mag vergleichsweise überschaubar geblieben sein, nicht zuletzt, weil ihre Karriere nach einem überaus hoffnungsvollen Start mit einem Beitrag zum legendären „Metal For Muthas“-Sampler im direkten Vergleich zu diversen Zeitgenossen und Landsleuten reichlich unspektakulär verlaufen ist. Wenn man denn überhaupt von „Karriere“ sprechen kann….

An getreuen Fans mangelt es PRAYING MANTIS aber dennoch nicht, durchaus denkbar sogar, dass sich die Anzahl in den letzten beiden Dekaden gehörig erhöht hat. Wohl auch, weil die Truppe Anfang der 00er Jahre endlich wieder bei einem europäischen Label landen konnte, und seit diesem Zeitpunkt in regelmäßigen Abständen für neues, problemlos zu beziehendes Material sorgt.

Doch auch in den 90er waren die Briten überaus aktiv, nachzuhören unter anderem auf der gelungenen Live-Scheibe „Captured Alive In Tokyo City“ aus dem Jahr 1998 mit dem früheren (und in weiterer Folge abermaligen) MSG-Frontmann Gary Barden am Mikro. Da die Band in Japan seit jeher ein riesiges Gefolge an ihrer Seite weiß, sollte es auch kaum verwundern, dass noch viele weitere Live-Mitschnitte aus dem Land der aufgehenden Sonne existieren.

Unter anderem jene, die nun unter dem Titel „The Official Bootleg Boxset Vol. 1 – Live In Japan“ in einer vier CDs umfassenden Clamshell-Box zusammengefasst wurden. Die darin dokumentieren Auftritte stammen allesamt aus dem „The Bottom Line“-Club in Nagoya und wurden in den Jahren 1993 und 1998 aufgenommen.

Während man auf den ersten beiden Scheiben jene Besetzung erleben kann, die 1993 das Album „A Cry For The New World“ vorstellig machte, war die Formation fünf Jahre später dabei „Forever In Time“ zu präsentieren. Den markantesten Unterschied macht mit Sicherheit die Tatsache aus, dass auf den 93er-Mitschnitten Mark Thompson-Smith zu hören ist, der als Ersatz für den Anfang der 90er ausgestiegenen Paul Di’ Anno zur Band gestoßen war, aber offenbar auch nicht sehr lang als Mitglied bleiben sollte. Schließlich war es danach der bereits genannte Gary Barden, der den Posten am Mikro übernahm, ehe Tony O’Hara verpflichtet wurde. Tony ist nicht nur auf dem erwähnten Studio-Album aus dem Jahr 1998 zu hören, sondern auch auf den nun erstmals veröffentlichten Mitschnitten aus Japan.

Sein etwas melodiöserer Ansatz zu singen wirkte sich nicht nur auf die stilistische Ausrichtung der Songs generell aus, auch live klangen PRAYING MANTIS mit ihm weniger rau. Die japanischen Fans feierten jedoch beide Line-Ups, weshalb diesebzüglich kaum Unterschiede auszumachen sind. Zwar sollte man, was den Sound der vier CDs generell betrifft, nicht zu viel erwarten, da die Box den Begriff „Bootleg“ durchaus zu recht im Titel trägt. Dennoch werden Fans der bis heute sträflich unterbewerteten Band damit ihr Glück finden. Nicht zuletzt, weil mit ‚Children Of The Earth‘, ‚Cheated‘ oder ‚Captured City‘ selbstredend auch etliche Band-Klassiker in imposanten Versionen darauf verewigt sind.

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