Wie schon auf den Vorgängern verbrämt der 81-jährige britische Gitarren-Gott das Artwork mit selbst gestrickter naiver Malkunst und auch die Besetzungsliste mit Richard Watts (voc) und Chris Taggart (dr) ist überraschender Weise seit einigen Jahren unverändert, auch die fulminante Gastsängerin Jess Hayes war auf dem Studio-Vorgänger „Come And Find Me“ bereits zugange.
Alles beim Alten somit und auch musikalisch bleibt der Altmeister seinem bewährten Rezept treu – die zehn Songs sind, mit Ausnahme der abschließenden Ballade „It’s Not Time“, samt und sonders im Midtempo-Bereich angesiedelt und in ebenso bewährter Manier mit erdigen Riffing und ausladender Solierung verbrämt. Sänger Richard Watts, der seine bisherige Bass-Tätigkeit offenbar an den Chef abgetreten hat, erinnert stimmlich des Öfteren stark an seinen unvergessenen Vorgänger James Dewar und die junge Jess Hayes stellt auf „Truth“ erneut unmissverständlich unter Beweis, dass sie zu den besten Interpretinnen der jungen Blues-Generation zählt.
„Entweder macht man weiter oder man gibt auf“ wird Robin Trower zitiert – wir hoffen stark auf Ersteres!

