TESLA Homage

Frontiers Music s.r.l.

Im Umgang mit Coverversionen immer noch wahre Könner

 

Es ist durchaus eine Kunst, sich mit Coverversionen nicht zu blamieren. Allzu „freigeistige“ Interpretationen, die Klassiker verunglimpfen, sind dabei ebenso zu vermeiden, wie allzu nahe am Original angelehnte Versionen. Auch Emotionen und Aussagen der Originale authentisch wiederzugeben, kann nicht jede Band.

Letztgenanntes kommt leider ohnehin nur selten vor, doch auch in diesem Fall gibt es positive Ausnahmen. Als eine solche haben sich neben GREAT WHITE oder THE DEAD DAISIES auch die Sacramento-Rocker TESLA erwiesen, die erstmals vor fast 20 Jahren mit dem zweiteiligen „Real To Reel“ diesbezüglich in Erscheinung getreten sind. Darauf vertreten waren ausnahmslos mitreißende Versionen diverser Hardrock-Evergreens (u.a. von UFO, DEEP PURPLE, MONTROSE und THIN LIZZY), aber auch weniger erwartbares Material von Größen wie der JAMES GANG, TRAFFIC oder SLY & THE FAMILIY STONE, das ebenfalls bravourös intoniert wurde.

Mit „Homage“ schließt der Fünfer nun nahezu nahtlos daran an, wobei die Band aber darauf besteht, keineswegs einen dritten Teil der erwähnten Serie geliefert zu haben. Die Erklärung ist ebenso nachvollziehbar wie logisch, schließlich haben TESLA mit dem Opener ‚Never Alone‘ sehr wohl auch eine (überaus gelungene!) Eigenkomposition am Start. Diese erweist sich als bestens zum Inhalt dieser Scheibe passend, lässt aber dennoch darüber nachdenken, wann wir denn endlich wieder einmal ein reguläres Studioalbum der Herrschaften kredenzt bekommen.

Aber wie auch immer, das Quintett erweist sich mit der Herangehensweise und Interpretation von fremdem Material einmal mehr als überaus kompetent und weiß weniger naheliegende, zum Teil sogar überraschend wirkende Titel wie etwa ‚I Wish It Would Rain‘ von THE TEMPTATIONS oder ‚I‘d Rather GoBlind’ von Etta JAMES auf wunderbare Weise vorzutragen. Ebenso weiß der Fünfer aber immer noch, wie man klassische Rocknummern von LYNYRD SKYNYRD (‚The Ballad Of Curtis Loew‘), QUEEN (‚Spread Your Wings‘) oder SUPERTRAMP (‚Give A Little Bit‘) zu interpretieren hat, um eine Bauchlandung zu vermeiden .

Fraglos also abermals ein gelungenes Album der Herren, das tatsächlich ein klein wenig Hoffnung macht, in absehbarer Zeit vielleicht doch wieder einmal ein Album mit ausnahmslos neuen, eigenen Songs von TESLA in Händen halten zu dürfen.

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