Der hier in der Besetzung als Bob C. Benberg angeführte Perkussionist ist niemand anderer als der SUPERTRAMP-Zeugler Bob Siebenberg, der mit seinem damaligen Schwager Scott Gorham sowie dem SUPERTRAMP-Bandkollegen Marty Walsh Anfang der 80er ein lupernreines AOR-Album einspielte. Mit von der Partie waren noch Keyboarder Derek Bergmann und Drummer Darrell Verdusco, als Frontman holten sich die Herrschaften den Ausnahme-Sänger Richard „Moon“ Calhoun in Boot, der 1989 auf Michael Thompson’s „How Long“ für Furore in der Melodic Rock-Fraktion sorgen sollte.
Leider platzte der angestrebte Deal mit Atlantic Records und der Longplayer verschwand in den Archiven bis 2023 ein schwedischer Musikliebhaber auf die Aufnahmen stieß und sie – letztlich erfolgreich – einigen Labels ans Herz legte.
Das Album vereint den Sound der frühen TOTO („The Law Of The Jungle“, „Danger Master“, „Heartland“) mit JOURNEY/FOREIGNER („Set Me Free“ ) und MR.MISTER („Just Go), auch John Parr lässt auf den Midtempo-Hymnen „1000 Nights“ und „I’m The One“ offenkundig grüßen, mit „Chain Of Light“ wurde noch ein vergleichsweise etwas härterer Rocker mit Hook-Prädikat dazu gepackt.
Es ist irgendwie ironisch, dass das Album – soundtechnisch superb optimiert – nun vermutlich deutlich besser klingt als weiland angedacht. In Anbetracht der aktuell wieder zunehmenden Popularität des klassischen melodischen Hard Rock ist dieses Album ein veritabler Schatzfund. „Eureka“ indeed!

