Die abermalige Rückkehr von Sänger Alan Marsh im Jahr 2017 schien dem routinierten Quintett einen gewaltigen Kreativitätsschub verabreicht zu haben. Vier durchwegs gelungene Studioalben stellen das eindrucksvoll unter Beweis. Ebenso die im letzten November aufgelegte Compilation „Beware the Blade: Classic, Rare & Unreleased 1983-2025“, die unter anderem auch einen mit bislang unveröffentlichten Tracks gefüllten Tonträger enthält.
Logisch, dass Fans der britischen Urgesteine überaus verheißungsvoll auf weiteres Material gewartet haben. Dieses liegt nun vor, und weiß mit einer überraschenden, weil zugegebenermaßen unerwarteten Ohrwurm- und Hitdichte aufzuwarten, die tatsächlich an die Glanzzeit der Briten denken lässt. Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass an den Aufnahmen des wohl autobiografisch betitelten neuen Drehers im Studio lediglich Bandoberhaupt Andy Boulton und Alan beteiligt waren. Der Grund dafür liegt zum Glück nur in einer kurzfristigen Unpässlichkeit ihrer Kollegenschaft, für zukünftige Aktivitäten jeglicher Art stehen Gitarrist John Wiggins, Bassist Andy Wrighton und Drummer Steve Pierce aber sehr wohl zur Verfügung.
Die Qualität des aktuellen Songmaterials steht ohnehin außer jeglicher Diskussion schließlich bekommen wir mirt Exponaten wie ‚Screaming Evil’, ‚Last Man Standing‘, ‚Sweet Desolation‘ oder ‚Mr. Nobody‘ einmal mehr genau jene Melange aus klassischem NWOBHM-Stoff, Gitarrenriffs der edlen Sorte und einer Extraschippe Melodien geboten, für die wir diese Band immer noch lieben.
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