Welche „neue Ära“ von dieser Truppe aus Bayern eingeläutet werden soll, lässt sich zwar nicht wirklich herausfinden, Fakt ist jedenfalls, dass die Formation auf ihrem zweiten Langeisen wesentlich routiniert klingt als auf dem Debüt „The End Of Time“, mit dem WASTELAND CLAN vor gut drei Jahren erstmals in Erscheinung traten. Zudem hat die Truppe mit Jessabell Blake im Vergleich zum Erstling eine neue Sängerin im Line-Up, die sich mitunter förmlich die Seele aus dem Leib röhrt und brüllt. Die junge Dame, die zuvor als Kickboxerin Karriere gemacht hat, verabreicht Nummern wie „All For One“ oder „Survive This Night“ zusätzliche Aggressivität. Dadurch untermauert man die ohnehin zumeist auf Stakkato-Rhythmen und Groove aufgebauten Tracks zusätzlich mit Wucht und sorgt für wahrhaftig fettes Geballer. Kein Wunder also, dass der „CLAN“ bereits im Vorprogramm namhafter Größen wie TESTAMENT, SEPULTURA oder ARCH ENEMY reüssieren konnte.
Klar trägt auch der „Look“, der dem Bandnamen alle Ehre macht, wesentlich dazu bei, auf diese Band überhaupt erst einmal aufmerksam zu werden. Doch Image und Optik sind, wie wir wissen, längst nicht alles, und deshalb sollten vor allem all jene, denen zeitgemäß intonierte Brachialkost am Herzen liegt, hier auf jeden Fall ein Ohr riskieren.
Live kommt die Chose mit Sicherheit noch ein wenig intensiver rüber, denn ein Großteil der Nummern wurde um einprägsame Gangshouts erweitert, die so manchen Refrain definitiv Festival-tauglich wirken lassen. Yeah!

